Hexenschuss (Lumbago)
Plötzlich einschießender Schmerz im unteren Rücken, oft nach einer Bewegung oder beim Heben. Häufig durch Blockaden und Muskelverspannungen.
Erkrankung · Rücken & Nacken
Ob plötzlicher Hexenschuss, verspannter Nacken oder Schmerzen, die seit Monaten nicht vergehen: Wir klären die Ursache gründlich ab und behandeln Sie mit einer Kombination aus manueller Medizin, Akupunktur, wirbelsäulennahen Injektionen, physikalischer Therapie und gezielter Bewegung.
Die meisten Rückenschmerzen sind muskulär oder funktionell bedingt und bessern sich mit Bewegung und gezielter Behandlung. Wir untersuchen Sie orthopädisch, ergänzen bei Bedarf Röntgen oder Ultraschall in der Praxis und behandeln u. a. mit Chirotherapie, Akupunktur (bei chronischen Kreuzschmerzen Kassenleistung), wirbelsäulennahen Injektionen, physikalischer Therapie und Krankengymnastik.
Die Erkrankung
Häufige Beschwerdebilder und die Warnzeichen, bei denen Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen.
Beschwerdebilder
Rückenschmerzen haben viele Gesichter. Eine genaue Diagnose ist die Grundlage für jede wirksame Behandlung.
Plötzlich einschießender Schmerz im unteren Rücken, oft nach einer Bewegung oder beim Heben. Häufig durch Blockaden und Muskelverspannungen.
Schmerzen, die ins Bein oder in den Arm ausstrahlen können – mitunter mit Kribbeln oder Taubheitsgefühl.
Verspannungen und Blockaden der Halswirbelsäule, oft verbunden mit Kopfschmerzen oder Schulterbeschwerden.
Schmerzhafte Muskelverhärtungen (Triggerpunkte) durch Fehlhaltung, Stress oder einseitige Belastung.
Eingeschränkte Beweglichkeit von Wirbelsäulen- und Kreuzdarmbeingelenken, die Schmerzen auslösen können.
Haltungsstörungen, Skoliose oder Morbus Scheuermann – bei Kindern und Jugendlichen besonders wichtig früh zu erkennen.
KinderorthopädieIm höheren Lebensalter können auch Wirbelbrüche durch Osteoporose hinter plötzlichen oder anhaltenden Rückenschmerzen stecken. Mehr zur Osteoporose
Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe – außerhalb der Sprechzeiten beim ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder im Notfall über den Notruf 112 –, wenn Rückenschmerzen mit einem der folgenden Zeichen auftreten:
Die Abklärung
Gespräch, Untersuchung sowie Röntgen und Ultraschall im Haus.
Diagnostik
Wir erfragen Beginn, Verlauf und Auslöser Ihrer Beschwerden und untersuchen Haltung, Beweglichkeit, Muskulatur und Nervenfunktion.
Wenn nötig, ergänzen wir Bildgebung direkt in der Praxis. Ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind, besprechen wir mit Ihnen und überweisen bei Bedarf.
Wir kombinieren die Verfahren, die zu Ihren Beschwerden passen – und erklären offen, was die Kasse übernimmt.
Unsere Therapie
Manuelle Medizin, Akupunktur, physikalische Therapie, wirbelsäulennahe Injektionen und gezielte Bewegung – und was Ihrem Rücken selbst guttut.
Behandlung
Wir setzen auf bewährte Verfahren aus Orthopädie, manueller und physikalischer Medizin – individuell kombiniert.
Gezielte, schonende Handgriffe lösen Blockaden an Wirbelsäule und Gelenken und entspannen die Muskulatur – z. B. bei Hexenschuss oder Nackenschmerzen. Mehr zur Chirotherapie
Bei chronischen Rückenschmerzen der Lendenwirbelsäule übernehmen die gesetzlichen Kassen die Kosten. Bei Nackenschmerzen und Verspannungen als IGeL möglich. Mehr zur Akupunktur
Wärme, Kälte, Strom und weitere physikalische Reize lindern Schmerzen, fördern die Durchblutung und lösen verspannte Muskulatur.
Kräftigung und Mobilisation sind der Schlüssel gegen wiederkehrende Rückenschmerzen. Wir verordnen Krankengymnastik und legen die Schwerpunkte gemeinsam fest.
In akuten Phasen können schmerz- und entzündungshemmende Medikamente helfen, wieder in Bewegung zu kommen – so kurz und niedrig dosiert wie möglich.
Schröpfen fördert die Durchblutung und löst Verspannungen. Bei der Triggerpunkt-Akupunktur werden Muskelverhärtungen gezielt genadelt und elektrisch stimuliert.
Dr. Rode bietet erweiterte chiropraktische Behandlungen mit osteopathischen Techniken an, die den Bewegungsapparat als Ganzes betrachten.
Gezielte Injektionen an Rückenmuskulatur, Wirbelgelenke, Iliosakralgelenk und Triggerpunkte – ohne Röntgen oder CT, bei Bedarf ultraschallgesteuert. Alle Möglichkeiten im Überblick
Injektionstherapie
Wenn Schmerzen trotz Bewegung, Krankengymnastik und Medikamenten anhalten – oder so stark sind, dass eine aktive Therapie kaum möglich ist –, können gezielte Injektionen in der Nähe der Wirbelsäule helfen. Sie unterbrechen den Schmerzkreislauf, beruhigen gereizte Strukturen und lösen Verspannungen, damit Sie wieder in Bewegung kommen. Wir injizieren ohne Röntgen- oder CT-Strahlung – wo sinnvoll, ultraschallgesteuert.
Injektion eines örtlichen Betäubungsmittels in die verspannte Rückenmuskulatur oder an schmerzhafte Punkte neben der Wirbelsäule – auch als Neuraltherapie. Löst Verspannungen und durchbricht den Schmerzkreislauf.
Gezielte Injektion an die kleinen Wirbelgelenke. Geeignet bei Rückenschmerzen durch gereizte oder verschleißbedingt veränderte Wirbelgelenke (Facettensyndrom).
Injektion an das Kreuz-Darmbein-Gelenk (Iliosakralgelenk) bei tief sitzenden Kreuzschmerzen, die oft ins Gesäß ausstrahlen.
Wo es die Genauigkeit verbessert, führen wir die Nadel unter Ultraschallsicht an die Zielstruktur. So kommen wir ohne Röntgen- oder CT-Strahlenbelastung aus.
Injektion direkt in schmerzhafte Muskelverhärtungen (Triggerpunkte) im Rücken- und Nackenbereich.
In der Regel ein örtliches Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum), je nach Befund kombiniert mit einer niedrigen Dosis Kortison zur Entzündungshemmung.
Injektionen ersetzen keine aktive Therapie. Sie verschaffen Ihnen ein schmerzärmeres Zeitfenster, in dem Krankengymnastik, Chirotherapie und Bewegung besser wirken können. Ob und welche Injektion für Sie sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam nach der Untersuchung. Über mögliche Kosten informieren wir Sie vorab.
Nervenwurzelnahe Injektionen (z. B. periradikuläre Therapie) bieten wir nicht an. Ist eine solche Behandlung sinnvoll, besprechen wir mit Ihnen das weitere Vorgehen.
Selbsthilfe
Bei den meisten Rückenschmerzen ist Bewegung besser als Bettruhe – im Rahmen dessen, was gut möglich ist.
Regelmäßige Übungen für Bauch- und Rückenmuskulatur beugen Rückfällen vor.
Wärme lockert verspannte Muskeln; Pausen und Stressabbau entlasten den Rücken.
Haltung am Arbeitsplatz wechseln, rückenschonend heben und langes Sitzen unterbrechen.
Stand: September 2026 · Inhaltlich verantwortlich: Dr. med. Andreas Kochs und Dr. med. Henrik Rode. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Untersuchung.
FAQ
Wenn die Schmerzen nach einigen Tagen nicht besser werden, immer wiederkehren, ins Bein oder in den Arm ausstrahlen oder Sie im Alltag deutlich einschränken. Bei Lähmungen, Taubheit im Genital- oder Gesäßbereich, Blasen- oder Darmstörungen, Fieber oder nach einem Unfall brauchen Sie sofort ärztliche Hilfe.
Ja, bei chronischen Rückenschmerzen der Lendenwirbelsäule übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Akupunktur unter bestimmten Voraussetzungen. Bei anderen Beschwerden, etwa Nackenschmerzen, ist Akupunktur als Selbstzahlerleistung (IGeL) möglich.
Hexenschuss zählt zu den häufigen Anwendungsgebieten der Chirotherapie. Nach Ausschluss von Risikofaktoren kann eine gezielte Mobilisation rasche Linderung bringen.
Meist nicht sofort. Viele Rückenschmerzen lassen sich durch Gespräch und Untersuchung gut einordnen. Röntgen und Ultraschall haben wir in der Praxis; ob zusätzlich ein MRT sinnvoll ist, entscheiden wir nach der Untersuchung und überweisen bei Bedarf.
Strenge Bettruhe ist bei den meisten Rückenschmerzen nicht sinnvoll. Bleiben Sie – so gut es geht – in Bewegung. Welche Belastung für Sie richtig ist, besprechen wir nach der Untersuchung.
Dabei wird meist ein örtliches Betäubungsmittel, je nach Befund mit etwas Kortison, gezielt in die Nähe der Wirbelsäule gespritzt – etwa in die Rückenmuskulatur, an die kleinen Wirbelgelenke (Facetten), an das Iliosakralgelenk oder in schmerzhafte Muskelverhärtungen (Triggerpunkte). Wir arbeiten ohne Röntgen oder CT, bei Bedarf ultraschallgesteuert. Ziel ist, Schmerzen und Entzündung zu lindern, damit aktive Therapie und Bewegung wieder möglich werden.
Bei sorgfältiger Indikation und Durchführung sind ernste Komplikationen selten. Möglich sind Blutergüsse, Infektionen, ein vorübergehendes Taubheitsgefühl im Injektionsbereich und bei Kortison ein kurzzeitiger Blutzuckeranstieg. Wir klären Sie vorher ausführlich auf und fragen nach Blutverdünnern, Diabetes und Allergien.
Nein, wir behandeln konservativ. Die meisten Bandscheibenbeschwerden bessern sich ohne Operation. Ist eine OP angezeigt, beraten wir Sie unabhängig und stellen den Kontakt zu operativen Partnern her.
Eigenbluttherapie (ACP): Bei Rückenschmerzen mit Beschwerden an Wirbelsäule, Facettengelenken oder Iliosakralgelenk kann nach ärztlicher Beratung auch eine ACP-Behandlung in Frage kommen. ACP ist eine Selbstzahlerleistung. Mehr zu ACP
Termin vereinbaren
Vereinbaren Sie einen Termin online über Doctolib oder telefonisch – wir klären Ihre Beschwerden gründlich ab.