Erkrankung · Arthrose-Sprechstunde

Arthrose der großen und kleinen Gelenke.

Knieschmerzen beim Treppensteigen, eine steife Hüfte am Morgen, geschwollene Fingergelenke: Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung in Deutschland. Wir behandeln sie konservativ – also ohne Operation.

Kurz gesagt

Arthrose ist ein fortschreitender Verschleiß des Gelenkknorpels. Sie lässt sich nicht rückgängig machen, aber mit Krankengymnastik, physikalischer Therapie, Medikamenten, Injektionen (z. B. Kortison, Hyaluronsäure, ACP) und Akupunktur oft deutlich lindern. Ziel ist, Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu erhalten und eine Operation hinauszuzögern oder zu vermeiden.

  • Konservativ, ohne OP
  • Knie · Hüfte · Schulter
  • Finger · Daumen · Fuß
  • OP-Beratung & Prähabilitation

Die Erkrankung

Arthrose verstehen

Was im Gelenk passiert, woran Sie Arthrose erkennen und welche Gelenke betroffen sein können.

Grundlagen

Was ist Arthrose?

Bei einer Arthrose nutzt sich der Knorpel im Gelenk nach und nach ab. Der Knorpel ist die glatte Gleitschicht zwischen den Knochen. Wird er dünner, reiben die Gelenkflächen stärker aufeinander, der Knochen darunter verändert sich und die Gelenkschleimhaut kann sich entzünden (aktivierte Arthrose).

Häufige Ursachen und Risikofaktoren sind das Alter, frühere Verletzungen, Fehlstellungen (zum Beispiel X- oder O-Beine), Übergewicht, einseitige Belastung und eine familiäre Veranlagung.

Betroffene Gelenke

Arthrose an großen und kleinen Gelenken.

Große Gelenke

  • Kniegelenk (Gonarthrose): die häufigste Arthroseform, oft in Verbindung mit Fehlstellungen oder alten Meniskus- und Bandverletzungen
  • Hüftgelenk (Coxarthrose): Leistenschmerz, Probleme beim Schuhe anziehen, eingeschränkte Drehbewegung
  • Schultergelenk (Omarthrose): Schmerzen beim Heben des Arms und nachts beim Liegen auf der Schulter
  • Sprunggelenk: häufig nach früheren Umknickverletzungen oder Brüchen
  • Ellenbogengelenk: oft nach Verletzungen oder bei starker körperlicher Belastung

Kleine Gelenke

  • Fingergelenke: Heberden-Arthrose (Fingerendgelenke) und Bouchard-Arthrose (Fingermittelgelenke)
  • Daumensattelgelenk (Rhizarthrose): Schmerzen beim Greifen, Drehen und Öffnen von Gläsern
  • Großzehengrundgelenk (Hallux rigidus): schmerzhafte Steife der Großzehe beim Abrollen
  • Weitere Fuß- und Handgelenke: zum Beispiel Mittelfuß- oder Handwurzelgelenke

Die Abklärung

So stellen wir die Diagnose

Gespräch und Untersuchung, Ultraschall und Röntgen direkt in der Praxis.

Diagnostik

Diagnostik in unserer Praxis.

Am Anfang stehen ein ausführliches Gespräch und eine gründliche körperliche Untersuchung. Wir prüfen Beweglichkeit, Stabilität, Achsstellung und Muskulatur und schauen uns an, wie Sie gehen und belasten.

Ultraschall und Röntgen stehen direkt in unserer Praxis zur Verfügung, sodass wir je nach Befund ohne Umwege weitere Untersuchungen ergänzen können. So schätzen wir den Schweregrad der Arthrose ein und stellen eine Behandlung zusammen, die zu Ihrem Gelenk, Ihrem Alltag und Ihren Zielen passt.

Therapieziel: Eine Arthrose lässt sich nicht rückgängig machen. Mit der passenden Kombination aus Behandlungen lassen sich Beschwerden aber häufig deutlich lindern und das Fortschreiten verlangsamen.

Unsere Therapie

Was wir Ihnen anbieten

Von Medikamenten und Injektionen über Akupunktur und Krankengymnastik bis zur OP-Beratung – und was Sie selbst beitragen können.

Unsere Leistungen

Konservative Arthrose-Therapie.

Von Medikamenten und Injektionen über Akupunktur bis zur gezielten Krankengymnastik: Wir kombinieren die Verfahren so, wie es für Ihr Gelenk sinnvoll ist.

01

Medikamentöse Therapie

Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente helfen besonders in Phasen mit starken Beschwerden oder bei einer aktivierten Arthrose – als Salben, Gele oder Tabletten (NSAR). Wir achten auf Vorerkrankungen und Nebenwirkungen und dosieren so kurz und niedrig wie möglich.

02

Injektionen mit Kortison

Kassenleistung

Bei einer akut entzündeten, geschwollenen Arthrose kann eine Kortisoninjektion ins Gelenk die Entzündung rasch beruhigen. Wir setzen sie gezielt und zurückhaltend ein, da häufige Wiederholungen dem Knorpel schaden können.

03

Injektionen mit Hyaluronsäure

Selbstzahler (IGeL)

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit. Die Injektion soll die Gleitfähigkeit verbessern und kann Schmerzen lindern – meist als Serie, vor allem bei leichter bis mittelgradiger Arthrose (z. B. Knie, Hüfte, Daumensattelgelenk).

04

ACP-Therapie (Eigenblut)

Selbstzahler (IGeL)

Aus einer kleinen Blutprobe gewinnen wir im Doppelkammer-Spritzensystem ein Plasma mit körpereigenen Blutplättchen und Wachstumsfaktoren und spritzen es ins Gelenk. Es kann Entzündungen dämpfen und Schmerzen lindern. Dauer: wenige Minuten, meist als Serie.

05

Akupunktur

Knie: Kassenleistungandere Gelenke: IGeL

Kann Arthroseschmerzen lindern und wird häufig mit anderen Behandlungen kombiniert. Beide Ärzte haben die Zusatzbezeichnung Akupunktur. Mehr zur Akupunktur

06

Physikalische Therapie

Wärme, Kälte, Strom und andere physikalische Reize lindern Schmerzen, fördern die Durchblutung und lösen verspannte Muskulatur. Dr. Kochs ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin.

07

Krankengymnastik

Kassenleistung auf Verordnung

Gezielte Bewegung ist eine der wirksamsten Maßnahmen bei Arthrose: Sie kräftigt die Muskulatur, verbessert Beweglichkeit und Koordination und entlastet den Knorpel. Wir verordnen Krankengymnastik und legen die Schwerpunkte gemeinsam fest.

Hinweis

Röntgenreizbestrahlung

Bei hartnäckigen Beschwerden kann in einzelnen Fällen eine niedrig dosierte Röntgenbestrahlung infrage kommen. Sie wird von Fachärzten für Strahlentherapie durchgeführt; wir beraten Sie und überweisen bei Bedarf.

Wenn eine Operation im Raum steht

Unabhängige OP-Beratung und Prähabilitation.

Operationen führen wir in unserer Praxis selbst nicht durch. Ist eine OP schon sinnvoll? Endoprothese oder gelenkerhaltender Eingriff? Wie lange dauert die Erholung? Wir nehmen uns Zeit und beraten Sie unabhängig.

  1. Ausführliche Beratung

    Befunde, bisherige Therapien, Ihre Ziele – und ob eine Operation schon sinnvoll ist.

  2. Kontakt zu Partnern

    Entscheiden Sie sich für eine OP, stellen wir den Kontakt zu erfahrenen operativen Partnern her.

  3. Prähabilitation

    Gezielte Krankengymnastik in den Wochen vor dem Eingriff – für eine schnellere Erholung.

  4. Nachbetreuung bei uns

    Nach der Operation übernehmen wir gerne wieder die orthopädische Nachbetreuung.

Prähabilitation – fit in die Operation: Wer mit kräftiger Muskulatur und guter Beweglichkeit in die Operation geht, kommt danach meist schneller wieder auf die Beine. Sie trainieren gezielt die Muskulatur rund um das Gelenk, üben den Umgang mit Gehstützen und bereiten sich auf die ersten Tage nach der OP vor.

Selbsthilfe

Was Sie selbst bei Arthrose tun können.

In Bewegung bleiben

Radfahren, Schwimmen, Aquagymnastik oder Nordic Walking versorgen den Knorpel mit Nährstoffen.

Regelmäßig üben

Die Übungen aus der Krankengymnastik wirken am besten, wenn sie Teil Ihres Alltags werden.

Gewicht im Blick

Jedes Kilo weniger entlastet besonders Knie- und Hüftgelenke.

Überlastung vermeiden

Lange Stoßbelastungen und schweres Heben möglichst reduzieren.

Stand: September 2026 · Inhaltlich verantwortlich: Dr. med. Andreas Kochs und Dr. med. Henrik Rode. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Untersuchung.

FAQ

Häufige Fragen zur Arthrose-Behandlung.

Kann man Arthrose ohne Operation behandeln?

Ja. In vielen Fällen lassen sich Arthrosebeschwerden mit konservativer Therapie über lange Zeit gut behandeln – mit Krankengymnastik, physikalischer Therapie, Medikamenten, Injektionen und Akupunktur. Eine Operation kommt meist erst infrage, wenn diese Maßnahmen nicht mehr ausreichend helfen.

Was ist besser bei Kniearthrose: Hyaluronsäure oder ACP?

Beide Verfahren werden direkt ins Gelenk gespritzt und kommen vor allem bei leichter bis mittelgradiger Arthrose infrage. Hyaluronsäure soll die Gleitfähigkeit verbessern, ACP nutzt entzündungshemmende Bestandteile aus Ihrem eigenen Blut. Welches Verfahren besser passt, hängt von Gelenk, Stadium und Beschwerden ab – wir beraten Sie persönlich.

Übernimmt die Krankenkasse Hyaluronsäure und ACP?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht; es handelt sich um Selbstzahlerleistungen (IGeL). Private Krankenversicherungen erstatten je nach Tarif ganz oder teilweise. Wir informieren Sie vor der Behandlung über die Kosten.

Wie oft darf man Kortison ins Gelenk spritzen?

Kortisonspritzen wirken bei entzündeter Arthrose oft schnell, sollten aber nicht zu häufig wiederholt werden, da Kortison den Knorpel auf Dauer schädigen kann. Wir setzen es gezielt ein und kombinieren es mit anderen Behandlungen.

Hilft Akupunktur bei Arthrose?

Akupunktur kann Arthroseschmerzen lindern, besonders in Kombination mit Krankengymnastik. Bei chronischen Knieschmerzen durch Kniearthrose übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten unter bestimmten Voraussetzungen.

Was ist Prähabilitation?

Prähabilitation ist ein gezieltes Training vor einer geplanten Operation, etwa vor einem künstlichen Knie- oder Hüftgelenk. Krankengymnastik in den Wochen vor dem Eingriff verbessert Muskulatur und Beweglichkeit und kann die Erholung erleichtern.

Führen Sie selbst Gelenkoperationen durch?

Nein. Wir beraten Sie ausführlich zur operativen Therapie, sprechen mit unseren operativen Partnern und übernehmen gerne Vorbereitung und Nachbetreuung.

Eigenbluttherapie (ACP): Bei Kniegelenksarthrose sowie Arthrose an Hüfte und Sprunggelenk kann nach ärztlicher Beratung auch eine ACP-Behandlung in Frage kommen. ACP ist eine Selbstzahlerleistung. Mehr zu ACP

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Termin zur Arthrose-Sprechstunde.

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